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Deutsche Vereinigung der Schöffinnen und Schöffen Landesverband Bayern e.V.

Vorsitzender: Ralf Heigl
Trifthofstr. 50, 82362 Weilheim
E-Mail: info@schoeffen-bayern.de
Internet: http://www.schoeffen-bayern.de/

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Rudolf Wassermann hatte auf der Gründungsveranstaltung des NRW-Landesverbandes in Dortmund die Schöffenvereinigung als Modell bezeichnete, das sich „selbst in so ferne Länder exportieren lässt wie Bayern, wo es noch den frommen Schöffen gibt“. Er konnte zu diesem Zeitpunkt nicht wissen, dass auch in Bayern Vorbereitungen für eine Schöffenvereinigung liefen.

Im September 1989 wurde der bayerische Landesverband der Deutschen Vereinigung der Schöffinnen und Schöffen ins Leben gerufen.[1] Die Schöffen in München, Augsburg und Regensburg, die im Wesentlichen die Gründung betrieben, stellten die Forderung auf nach besseren Bedingungen in der Hauptverhandlung, z.B. durch Überlassung des Anklagesatzes und durch verbindliche Regelungen hierzu gegenüber den Berufsrichtern. Auch in Bayern gab es zur Gründung Unterstützung von prominenter Seite. Zu den Unterzeichnern des Gründungsaufrufes zählten der Oberbürgermeister von Landshut und Vorsitzende des Bayerischen Städtetages Josef Deimer, Staatsministerin a.D. Hildegard Hamm-Brücher, Prof. Dr. Arthur Kaufmann und der Erzbischof von München und Freising Friedrich Kardinal Wetter.

Schon in der Gründungsphase wurde eine enge Zusammenarbeit zwischen Bayern und Nordrhein-Westfalen vereinbart. Im Januar 1990 wurde in München bereits eine künftige gemeinsame Organisation durch die Gründung eines Bundesverbandes beschlossen. Die Gründung des bayerischen Verbandes war der entscheidende Schritt hin auf eine bundesweite Organisation.

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[1] Den zweiten Schritt machte Bayern, in: RohR 1990, S. 28.